Programmpresse


Eine Programmzeitschrift hat die Hauptaufgabe über das Fernsehprogramm zu informieren. Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Programmzeitschriften, Fernseh-Pressedienste und andere Printmedien mit Programminformationen vorgestellt.

Die Pionierphase: Die erste Rundfunkzeitschrift

Die allererste deutsche Rundfunkzeitschrift mit dem Titel Radio erscheint am 23. April 1923. Am Anfang wird das Rundfunkprogramm von den regulären Zeitungen und Zeitschriften noch weitgehend ignoriert, zu dem existiert in dieser Zeit vielfach noch nicht einmal ein regelmäßiges Radioprogramm.

Auch in Großbritannien entsteht - parallel zur Gründung der BBC im Jahre 1923 - mit den Radio Times die erste reguläre Hörfunk-Programmzeitschrift.

 

Die Nachkriegsentwicklung

Ein Kiosk im Oktober 1958: "Hörzu", "Fernsehwoche" und "Bild+Funk" warten auf Käufer. Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

Die Verbreitung der Programmzeitschriften kennt kennt heute keine sozialen oder politische Schranken. Gab es vor rund 50 Jahren noch eine recht überschaubare Anzahl von Programmzeitschriften-Titeln, findet man heutzutage eine wahre Flut der verschiedensten Programmblätter. Ursprünglich erschienen alle Programmzeitschriften im wöchentlichen Rhythmus. Der erste Versuch, einer Programmzeitschrift in 14-tägiger Erscheinungsweise zu etablieren, scheiterte im Jahre 1971 (TV HEUTE) - erst Anfang der 1990er Jahre gelingt dies mit den Programmillustrierten TV Spielfilm und TV Movie. Heute findet man sogar Programmzeitschriften mit monatlicher Erscheinungsweise.

 

Die Programmzeitschrift hat als Publikumszeitschrift die Hauptaufgabe, über das Fernsehprogramm zu informieren. Sie bedient eine besonders heterogene Leserschaft, da sowohl alte wie auch junge Menschen, egal welcher Bildung und welchen Geschlechts, zu den Fernsehkonsumenten gehören. Neben der Hauptaufgabe fäll der Programmzeitschrift die wichtige Aufgabe zu, beim Hörer bzw. Zuschauer Interesse und Neugier für ein bestimmtes Fernseh- oder Hörfunkprogramm zu erregen. 

Unterscheiden kann man die Hauptkomponenten einer klassischen Programmzeitschrift in folgende drei Bereiche:

  • Programmteil
  • Zusätzlicher Service (Höhepunkte im Fernsehen, Spielfilm der Woche)
  • Weitere Informationen zum Fernsehprogramm
Titelseite der "HÖRZU" (1959) Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.
Quelle: Film- und Fernsehmuseum Hamburg e.V.

Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Programmzeitschriften, Fernseh-Pressedienste und andere Printmedien mit Programminformationen vorgestellt, wobei auch an einige längst eingestellte und in Vergessenheit geratene Blätter erinnert werden soll.

Die verschiedenen Printformate von Fernsehprogrammen:

  • Klassische Programmzeitschriften mit Kiosk- und Abonnementsvertrieb
  • Objektübergreifende, werbefinanzierte Programmsupplements zu Tageszeitungen
  • Anzeigenblätter oder Kundenzeitschriften mit Programminformationen als inhaltlichem Schwerpunkt
  • Programmhefte einzelner Sender im kostenlosen oder erlösgerichteten Vertrieb
  • Fernsehpressedienste aller Art