Tagesschau


Die Tagesschau erblickt am 26. Dezember 1952 das Licht der Welt. Während die Berichterstattung anfangs noch in den Kinderschuhen steckt, gewinnt sie im Laufe der Jahre an Professionalität und Aktualität. Die Tagesschau wird zur beliebtesten und bekanntesten Nachrichtensendung Deutschlands.

 

Anfangs noch mit einem Team aus vier Personen wird in einem miefigen Keller unter den Räumlichkeiten der Wochenschau in der Heilwigstraße 116 in Harvestehude gearbeitet. Dreimal in der Woche – montags, mittwochs und freitags – wird die Tagesschau ausgestrahlt. Das Material kommt von der Wochenschau, die wöchentlich im Kino zu sehen ist, oder von Institutionen im In- und Ausland. Von Aktualität im heutigen Verständnis kann keine Rede sein.

Von zehntausend Zuschauern zu einer Million

Nachrichten per Luftpost. Quelle: Staatsarchiv Hamburg
Nachrichten per Luftpost. Quelle: Staatsarchiv Hamburg

Die Tagesschau entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter - wird professioneller und macht eigene Beiträge. Während im Jahr 1954 nur ca. 10.000 Zuschauer die Nachrichtensendung verfolgen, sind es drei Jahre später schon 1.000.000. Ab 1. Oktober 1957 wird die Tagesschau täglich um 20 Uhr und rund vier Jahre später auch mehrmals am Tag ausgestrahlt.


Die Chronik der Tagesschau gibt einen umfassenden Überblick über die größten Meilensteine der Tagesschau – von den eher bescheidenen Anfängen noch ohne Sprecher im Keller der Deutschen Wochenschau 1952 bis hin zum im Oktober 2008 bezogenen sehr modernen Sendestudio in Lokstedt.

 
Die Tagesschau hat viele bekannte Gesichter hervorgebracht. Vier Tagesschau-Ikonen haben uns ihre Erlebnisse persönlich erzählt: Horst Jaedicke und Werner Grassmann, beide Ende der 1950er Jahre als erster Redakteur beziehungsweise Ablaufregisseur hinter der Kamera sowie Dagmar Berghoff und Wilhelm Wieben, die sicherlich bis heute zu den bekanntesten Nachrichtensprechern Deutschlands zählen.